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Vorstellung Pfarrerin Bührmann

Kirchengemeinde Rheindürkheim

Ich träume eine Kirche, die ist wie ein Café: Die Ecken hat für grübelnde Menschen ohne Worte. In der ich Menschen treffe, die mit einem Lächeln und einem Gruß vorbei gehen. Wo ich hitzige Gespräche führe, ob nun Gott in der Welt ist oder die Welt in Gott oder wir eh alle Gottverlassen sind oder von ihm umarmt. Wo es Momente gibt, die die Seele wärmen wie ein Schluck heißer Kaffee mit Milchschaum. Eine Kirche, die mich sättigt mit dem täglichen Brot, das mir Gott gibt, damit ich in den alltäglichen Tagen Kraft habe. Und die immer genug Wein im Keller hat, um auf das Leben anzustoßen.

Da gibt es alles, was mir wichtig geworden ist in meinen 38 Jahren Leben. Ich treffe Menschen, die mir vertraut sind – wie mein Mann Nils oder meine Familie daheim in Mittelhessen – und lerne andere kennen. Sie verraten mir etwas aus ihrem Leben: Worüber sie lachen, was sie zu Tränen rührt und wo sie Gott vielleicht schon einmal getroffen haben.

Kirchen und Cafés gibt es glücklicherweise überall auf der Welt. Besonders gut kenne ich die in Mainz und Halle und Leipzig aus meinen Studentenzeiten. Und die in Worms und Wittenberg während meines Vikariats.

Ich freue mich auf Kaffee und Wein und Tischgespräche, liebe Rheindürkheimer! Auf Sie alle – die Zaungäste und Wiederkehrer, auf die, die staunen und die, die fragen. Ich freue mich darauf, mit Ihnen auf die Suche zu gehen nach dem Leben. Und da und dort Gott auf frischer Tat zu ertappen.

 

Ihre Pfarrerin

Vanessa Bührmann

Vanessa Bührmann beschäftigt sich mit Gott und der Welt

Wormser ZeitungFoto: BilderKartell/Andreas Stumpf
Offiziell hat Vanessa Bührmann ihren Dienst als evangelische Pfarrerin am 1. Januar angetreten.

Die 38-Jährige wird am Sonntag feierlich in ihr Amt als Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde im Wormser Stadtteil Rheindürkheim eingeführt.

Von Martina Wirthwein Wormser Zeitung am 12.01.2019

WORMS - Schon immer hat sich Vanessa Bührmann mit Gott und der Welt beschäftigt. Mit jenen drängenden Fragen, die oft im Kindesalter auftauchen, sich festigen und mitunter ein Leben lang bestehen bleiben – sofern sich der Mensch weiterhin mit ihnen beschäftigt. Vanessa Bührmann hat das getan. Die neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde in Rheindürkheim hat zum 1. Januar ihren Dienst angetreten und wird am Sonntag ordiniert, also als Pfarrerin feierlich ins Amt eingeführt. Der Weg in die Kirche war für die junge Frau kein direkter Weg. „Ich wollte selbst etwas über Gott heraus finden, über den Glauben und wie Menschen darüber denken“, sagt die 38-Jährige. Zunächst tat sie das „nur“ für sich, durch die Kraft ihres Glaubens. Doch tief in ihr habe sie schon immer gespürt, „dass ich nicht am richtigen Platz bin; dort, wo ich sein wollte“, erzählt sie und spricht damit zunächst ihre Banklehre an und das spätere Fachabitur mit Schwerpunkt Design. Sie hat also ihr Abitur nachgemacht und begonnen, Theologie zu studieren. „Und ich habe dieses Studium geliebt; ich habe es genossen bis zum letzten Tag“, meint die gläubige Frau lächelnd.Vanessa Bührmann stammt aus Mittelhessen. Und jetzt ist sie hier, in Rheindürkheim. Zur ersten Stelle nach der Vikarzeit werde man berufen, erzählt sie. Natürlich können Wünsche, was den Ort betrifft, geäußert werden. „Das kann man immer“, sagt Bührmann lachend. Sie wurde ursprünglich katholisch erzogen, ist aber später zur evangelischen Kirche übergetreten. Wichtig war ihr, in Rheinhessen Dienst tun zu können, und noch einen Wunsch hatte sie: „Ich wollte nicht in die Stadt. Ich bin ein Dorfkind. Ich liebe zwar die Kultur der Stadt, aber im Dorf ist man sich näher, knüpft schneller Kontakte und ist mittendrin, aber auch schnell draußen im Grünen.“ Und warum Rheinhessen? „Hier in Rheinhessen sind die Menschen herzlich, interessiert und sehr offen“, unterstreicht sie ihren Standortwunsch. Was ihr im Amt wichtig ist? „Ich möchte erfahren, was die Menschen über Gott denken; wie sie ihn entdecken oder ihn vermissen.“ Gott sei ihr Alltag, er gehöre überall hin, betont sie. „Nicht nur in die Kirche.“Was ihr besonders am Herzen liegt, sind die Gottesdienste. „Das ist schöne Tradition, weil sie über die Jahrhunderte gewachsen ist. Dadurch liegt in ihr eine besondere Kraft.“ Allerdings sei es auch spannend, andere Worte zu finden; Worte, die in moderner Sprache ausdrücken, was Menschen sich von Gott erhoffen, was sie erbitten oder mitteilen möchten. Auch andere Lieder und neue Formen der Gottesdienstgestaltung wird Vanessa Bührmann in den Fokus rücken, ohne natürlich die Tradition aus den Augen verlieren zu wollen. Die nächsten Monate wird sie damit verbringen, die Menschen in Rheindürkheim und den Ort kennenzulernen. Welche Fragen die Menschen haben und was sie bewegt. Auch hat sie von den zahlreichen Festen erfahren, die im Wormser Vorort gerne zelebriert werden, und ist gespannt darauf. Vanessa Bührmann ist gemeinsam mit ihrem Ehemann Nils nach Rheindürkheim gezogen. Er ist Vikar in der evangelischen Kirchengemeinde Hamm/Ibersheim. Sie ist die direkte Nachfolgerin von Claudia Sattler. Während der etwa halbjährigen Vakanz war Pfarrer Andreas Höppner-Kopf stellvertretend für die Pfarrgemeinde in Rheindürkheim verantwortlich.

750 Euro ersungen

Stefan Strack
Spendenübergabe vom MGV-Rheindürkheim

Männergesangverein spendet für Kirchenrenovierung

Der Männergesangverein 1862 „Sängerbund“ Rheindürkheim hat bei seinem letzten Konzert „Klangvoll am Rhein“ keine Eintrittsgelder genommen. Stattdessen wurde nach einem abwechslungsreichen Programm mit Frauen-, Männer- und Gemischtem Chor des MGV Rheindürkheim, der Flötengruppe der evang. Kirchengemeinde, der Dry Folk Dads, dem Singkreis des SC Ibersheim sowie dem projektbezogenen Altrheinchor um Spenden für eine Renovierung der Kirche erbeten. Vorsitzende Beate Harthausen und Kassenwart Manfred Weihgold überreichten nun den beiden Hausherrn der Simultankirche St. Peter in Rheindürkheim symbolisch den Betrag von 750 €. Pfarrerin Vanessa Bührmann von der evangelischen Kirchengemeinde und ihr katholischer Kollege Pfarrer Heiko Heyer freuten sich über den Betrag. „Irgendetwas“, so Harthausen, „gibt es immer zum Renovieren“ und verwies auf die beiden Holzsäulen, in denen senkrechte Risse klaffen und Weihgold vervollständigte die Aussage „so kommt es beiden Kirchen zugute!“

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